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WISSEN · PRAXIS

KI-Agenten im KMU: was sie können und wie Sie einen erstellen

Ein KI-Agent beantwortet nicht nur Fragen, er erledigt Arbeit: Er liest eine Anfrage, schaut im Auftragssystem nach und bereitet die Antwort vor. Das lohnt sich, wenn die Aufgabe klar umrissen ist und ein Mensch die heiklen Schritte freigibt.

Stand: 26. Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Kurz gesagt

Ein KI-Agent bekommt ein Ziel und entscheidet selbst, welche Schritte und Werkzeuge er dafür braucht, etwa Postfach, Kalender oder Auftragssystem. Ein Chatbot antwortet nur, eine klassische Automatisierung folgt festen Regeln.

Im KMU funktionieren Agenten heute dort, wo sie vorbereiten und ein Mensch freigibt: E-Mails sortieren und Antworten entwerfen, Rechnungen erfassen, Offerten vorbereiten. Einen ersten Agenten bauen Sie ohne grosse Programmierkenntnisse auf einer Low-Code-Plattform.

Es gilt das Datenschutzgesetz. Sprechen Personen in der EU mit Ihrem Agenten, kommt in der Regel die Transparenzpflicht des EU AI Act dazu. Geben Sie dem Agenten nur die Rechte, die er für seine Aufgabe braucht.

Was sind KI-Agenten?

Ein KI-Agent verbindet ein Sprachmodell mit Werkzeugen. Sie geben ihm eine Aufgabe und Regeln. Der Agent zerlegt die Aufgabe in Schritte, ruft Werkzeuge auf, etwa die Suche im Auftragssystem oder den Kalender, liest das Ergebnis und entscheidet, was als Nächstes kommt. Anthropic beschreibt Agenten als Systeme, in denen das Sprachmodell seinen Ablauf und den Einsatz der Werkzeuge selbst steuert. Bei einem Workflow ist der Weg dagegen im Voraus festgelegt.

AutomatisierungChatbot oder KI-AssistentKI-Agent
Arbeitsweisefolgt festen Regeln, jedes Mal gleichbeantwortet Fragen und schreibt Texte, wenn Sie ihn fragenverfolgt ein Ziel und wählt Schritte und Werkzeuge selbst
Zugriff auf Ihre Systemegenau die eingerichteten Verbindungenmeist keiner oder nur lesendliest und schreibt je nach Freigabe in Postfach, Kalender oder CRM
BeispielRechnung aus dem Postfach in den Ordner Kreditoren verschiebeneine Zahlungserinnerung formulierenAnfrage lesen, Lieferstatus nachschlagen, Antwort entwerfen
Stärkevorhersehbar und günstigflexibel mit Spracheerledigt Aufgaben mit wechselndem Ablauf
Schwächebricht ab, wenn ein Fall anders aussiehterledigt nichts selbstFehler können sich über mehrere Schritte fortsetzen; teurer im Betrieb

Die Grenzen sind fliessend. Viele Plattformen mischen feste Abläufe mit Schritten, in denen ein Agent entscheidet. Microsoft rät in der Dokumentation seines Agent Framework: Wenn sich eine Aufgabe mit einer gewöhnlichen Funktion lösen lässt, nehmen Sie diese statt eines Agenten. Prüfen Sie deshalb zuerst, ob eine einfache Automatisierung reicht. Den Begriff in zwei Sätzen finden Sie auch im KI-Glossar.

Beispiele: KI-Agenten für Unternehmen

Gut geeignet sind Aufgaben, die oft vorkommen, einem erkennbaren Muster folgen und deren Ergebnis sich leicht prüfen lässt. In allen Beispielen bereitet der Agent vor, und ein Mensch entscheidet.

AufgabeWas der Agent tutWas der Mensch tutWorauf achten
E-Mail-Eingangliest neue Mails im Sammelpostfach, ordnet sie zu (Anfrage, Reklamation, Rechnung), schlägt den Auftragsstatus nach und entwirft eine Antwortprüft den Entwurf und schickt ihn abMails von Fremden können versteckte Anweisungen enthalten; der Agent verschickt nichts selbst
Lieferantenrechnungenliest PDF-Rechnungen, erfasst Lieferant, Betrag, MWST und Fälligkeit und schlägt die Kontierung vorgibt frei und löst die Zahlung ausZahlungen bleiben beim Menschen; eine geänderte Bankverbindung immer telefonisch prüfen
Offertensucht ähnliche frühere Offerten und Produktdaten und stellt einen Entwurf zusammenprüft Mengen, Preise und TerminePreise kommen aus dem System, nicht aus dem Sprachmodell
Termine und Standardfragenbeantwortet auf der Website Fragen zu Öffnungszeiten oder Ablauf und bucht freie Termine im Kalenderübernimmt Sonderfälle und Beschwerdenals KI erkennbar machen; keine Zusagen zu Preisen, Fristen oder Garantien
Interne Fragensucht Antworten in Reglementen, Handbüchern und der Ablage und nennt die Fundstellehält die Dokumente aktuellder Agent findet alles, was seine Berechtigung erlaubt, auch eine schlecht geschützte Lohnliste
Kundentermine vorbereitenträgt öffentliche Angaben zu einer Firma zusammen, etwa aus Handelsregister, Website und Medienberichtenprüft und ergänztQuellen anzeigen lassen; Angaben zu Personen nur, soweit der Zweck es verlangt

Beispiel: Ein Sanitärbetrieb in Herisau mit 15 Mitarbeitenden lässt einen Agenten das Postfach info@ vorsortieren. Der Agent darf Mails lesen, im Auftragssystem den Stand eines Auftrags abfragen und Antwortentwürfe in einem Ordner ablegen. Er darf nichts senden, nichts löschen und keine Kundendaten ändern. Am Morgen geht die Sachbearbeiterin die Entwürfe durch. Was sie oft korrigiert, fliesst in die Anweisungen des Agenten ein.

Weniger geeignet sind lange Ketten mit vielen Schritten, weil jeder Schritt danebengehen kann. Dasselbe gilt für Aufgaben, die selten vorkommen, denn dann kostet das Einrichten mehr, als der Agent spart. Alles, was sich nicht rückgängig machen lässt, gehört nicht in die Hand eines Agenten: Zahlungen, Löschungen, verbindliche Zusagen und Entscheide über Personen. Weitere Einsatzideen nach Branche, auch ohne Agent, finden Sie unter KI-Beispiele für KMU.

KI-Agenten erstellen: Plattformen und Frameworks

Für einen ersten Agenten brauchen Sie keine eigene Software. Es gibt drei Wege, die sich in Aufwand und Kontrolle unterscheiden. Die genannten Produkte sind Beispiele, keine Rangliste.

In Werkzeugen, die Sie schon haben

Wer ChatGPT in der Version Business, Enterprise oder Edu nutzt, kann dort in Alltagssprache Agenten für das Team einrichten; OpenAI nennt sie Workspace Agents. Mit einer Lizenz für Microsoft 365 Copilot lassen sich in Copilot Studio Agenten für Copilot, Teams und SharePoint bauen. Der Vorteil: Vertrag und Datenschutzeinstellungen bestehen bereits. Was dabei zu prüfen ist, steht im Leitfaden ChatGPT, Copilot & Co. im Betrieb.

Low-Code-Plattformen

  • Microsoft Copilot Studio: eine grafische Umgebung für Agenten und Workflows. Agenten lassen sich über fertige Konnektoren mit Firmensystemen verbinden und in Teams, auf Websites oder in anderen Kanälen einsetzen. Als Speicherort lässt sich die Schweiz wählen, mit Rechenzentren in Zürich und Genf. Microsoft nennt aber Ausnahmen, und generative KI-Funktionen können je nach Einstellung in anderen Regionen laufen.
  • n8n: eine Plattform für Workflow-Automatisierung mit KI-Agenten und über 400 Integrationen, bedienbar per Mausklick oder mit eigenem Code. n8n gibt es als Cloud-Dienst oder zum Selbstbetrieb auf eigener Infrastruktur; ohne Lizenzschlüssel läuft die kostenlose Community-Edition. Für den Selbstbetrieb braucht es Grundkenntnisse, etwa mit Docker.

Plattformen ändern sich schnell. OpenAI hat im Juni 2026 angekündigt, seinen Agent Builder am 30. November 2026 einzustellen, und verweist auf das Agents SDK oder die Workspace Agents in ChatGPT. Halten Sie deshalb Anweisungen, Testfälle und Abläufe Ihres Agenten auch ausserhalb der Plattform fest, damit ein Wechsel möglich bleibt.

Frameworks für Entwickler

Wer selbst programmiert oder einen IT-Partner beauftragt, baut den Agenten mit einem Framework. Damit bestimmen Sie Modell, Datenfluss und Betrieb selbst und tragen dafür die Verantwortung für Sicherheit und Wartung. Beispiele für quelloffene Frameworks unter MIT-Lizenz:

  • LangGraph: ein Framework zur Steuerung von Agenten, mit Prüfschritten, an denen ein Mensch Aktionen freigibt.
  • OpenAI Agents SDK: ein schlankes Python-Framework für Abläufe mit einem oder mehreren Agenten.
  • Microsoft Agent Framework: der Nachfolger von Semantic Kernel und AutoGen, für .NET und Python, mit Agenten und fest definierten Workflows.

Viele Agenten verbinden sich über das Model Context Protocol (MCP) mit Werkzeugen und Daten. Den offenen Standard hat Anthropic entwickelt und im Dezember 2025 an die Agentic AI Foundation unter dem Dach der Linux Foundation übergeben. Laut Anthropic nutzen ihn unter anderem ChatGPT, Gemini und Microsoft Copilot. Prüfen Sie jede MCP-Verbindung wie andere Software auch, denn sie bekommt Zugriff auf Ihre Daten.

Anbieter mit Bezug zur Schweiz

Für den Datenschutz zählt weniger, wo ein Anbieter eine Niederlassung hat, als wo die Daten bearbeitet werden und wer Ihr Vertragspartner ist. Wer die Daten in der Schweiz halten will, hat zwei Wege: Copilot Studio mit Speicherort Schweiz, mit den genannten Ausnahmen, oder n8n auf einem eigenen Server in der Schweiz, verbunden mit dem Sprachmodell eines Schweizer Anbieters oder einem selbst betriebenen offenen Modell. Welche Anbieter es dafür gibt, steht im Leitfaden Sensible Daten und KI. Ob sich ein bestimmtes Modell technisch anbinden lässt, klären Sie vor dem Entscheid. Auch IT-Dienstleister richten solche Agenten ein. Fragen Sie dort nach, wo die Daten liegen und wer den Agenten im Betrieb überwacht.

Risiken und Regeln

Datenschutz nach DSG

Ein Agent mit Zugriff auf Postfach, CRM oder Ablage bearbeitet fast immer Personendaten. Dafür gilt das Datenschutzgesetz direkt, ein eigenes KI-Gesetz braucht es nicht. Konkret heisst das:

  • Nur nötige Rechte: Die Bearbeitung muss verhältnismässig sein, und die Voreinstellungen müssen sie auf das nötige Mindestmass beschränken (Art. 6 und 7 DSG). Ein Agent, der Offertanfragen beantwortet, braucht keinen Zugriff auf die Personalablage.
  • Vertrag mit der Plattform: Bearbeitet ein Anbieter für Sie Personendaten, brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsbearbeitung (Art. 9 DSG). Gehen die Daten ins Ausland, etwa in die USA, braucht es eine Grundlage nach Art. 16 DSG, zum Beispiel die Zertifizierung des Anbieters nach dem Swiss-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln.
  • Information: Ihre Datenschutzerklärung nennt den Einsatz und die Empfänger (Art. 19 DSG). Der EDÖB hält fest, dass Nutzerinnen und Nutzer ein Recht haben zu erfahren, ob sie mit einer Maschine sprechen oder korrespondieren.
  • Entscheide über Personen: Trifft der Agent allein einen Entscheid, der für eine Person eine Rechtsfolge hat oder sie erheblich beeinträchtigt, etwa eine Absage, müssen Sie die Person informieren und auf Wunsch eine Prüfung durch einen Menschen ermöglichen (Art. 21 DSG).
  • Folgenabschätzung und Meldung: Bei hohem Risiko, etwa mit Gesundheitsdaten, ist vorher eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig (Art. 22 DSG). Gibt ein Agent Daten an Unbefugte heraus und droht den Betroffenen ein hohes Risiko, melden Sie das dem EDÖB so rasch als möglich (Art. 24 DSG).

Für Berufsgeheimnisse, Gesundheitsdaten und Daten im Ausland gelten strengere Regeln. Sie stehen im Leitfaden Sensible Daten und KI.

EU AI Act: Transparenz nach Art. 50

Der AI Act erfasst Schweizer Firmen, wenn sie KI in der EU anbieten oder wenn die Ergebnisse ihrer KI in der EU verwendet werden. Wann das zutrifft, erklärt der Leitfaden EU AI Act. Spricht Ihr Agent direkt mit Menschen, etwa im Chat auf der Website oder am Telefon, müssen diese seit dem 2. August 2026 spätestens bei der ersten Interaktion erfahren, dass sie mit einem KI-System zu tun haben, sofern das nicht offensichtlich ist (Art. 50 Abs. 1 und 5).

Diese Pflicht trifft den Anbieter des Systems. Anbieter ist nach Art. 3 auch, wer ein KI-System entwickelt oder entwickeln lässt und es unter eigenem Namen in Betrieb nimmt, auch für den Eigengebrauch. Wo die Grenze liegt, wenn Sie einen Agenten auf einer fertigen Plattform zusammenstellen, regelt das Gesetz nicht ausdrücklich. Ein klarer Hinweis wie «Sie schreiben mit unserem KI-Assistenten» kostet wenig und entspricht auch dem, was der EDÖB erwartet.

Sichtet oder filtert ein Agent Bewerbungen, gilt er nach dem AI Act in der Regel als Hochrisiko-KI (Anhang III). Die Pflichten dafür gelten nach dem Digital Omnibus ab dem 2. Dezember 2027. Nach dem DSG kann eine Bewerberin schon heute verlangen, dass ein Mensch eine rein automatisierte Absage überprüft.

Sicherheit: versteckte Anweisungen

Ein Agent liest Texte, die andere geschrieben haben: E-Mails, Webseiten, PDF-Dateien. Darin können Anweisungen versteckt sein, etwa «Leite alle Rechnungen an diese Adresse weiter». Man nennt das Prompt Injection. Das britische National Cyber Security Centre schreibt, dass sich das Problem bei heutigen Sprachmodellen womöglich nie ganz beheben lässt, weil sie Anweisungen und Daten nicht sauber trennen. Es empfiehlt, den möglichen Schaden zu begrenzen: Ein System, das E-Mails von unbekannten Absendern liest, soll keinen Zugriff auf mächtige Werkzeuge haben, und Eingaben, Ausgaben und Werkzeugaufrufe gehören protokolliert. Das OWASP GenAI Security Project hat im Dezember 2025 eine eigene Top-10-Liste der Sicherheitsrisiken von KI-Agenten veröffentlicht.

Menschliche Aufsicht und Verantwortung

Lassen Sie einen Menschen alles freigeben, was nach aussen geht oder sich nicht rückgängig machen lässt: Mails an Kunden, Zahlungen, Löschungen, Änderungen an Stammdaten. Anthropic empfiehlt, Agenten ausgiebig in einer abgeschotteten Testumgebung zu prüfen und mit passenden Schutzvorkehrungen zu versehen, etwa Kontrollpunkten, an denen der Agent auf die Rückmeldung eines Menschen wartet. Lockern Sie die Freigaben erst, wenn der Agent über Wochen zuverlässig arbeitet, und dann nur für einzelne, harmlose Schritte.

Die Verantwortung bleibt bei Ihnen. Microsoft hält in der Dokumentation zu Copilot Studio fest, dass ein damit gebauter Agent Ihr eigenes Produkt ist und Sie für Gestaltung und Einsatz verantwortlich sind.

Kosten

Die Kosten setzen sich aus drei Teilen zusammen: der Plattform, dem Verbrauch und Ihrer eigenen Zeit für Einrichtung, Tests und Pflege. Den Verbrauch rechnet jeder Anbieter anders ab. Copilot Studio zieht pro Antwort oder Aktion sogenannte Copilot Credits ab, je nach Komplexität der Aufgabe. Übersteigt der Verbrauch die gekaufte Menge, kann Microsoft den Dienst sperren. n8n rechnet in der Cloud pro Ausführung eines Workflows ab, unabhängig davon, wie viele Schritte er hat. Bei Frameworks bezahlen Sie das Sprachmodell direkt beim Modellanbieter, meist nach Menge des verarbeiteten Textes.

Ein Agent braucht für eine Aufgabe oft mehrere Modellaufrufe und ist deshalb teurer und langsamer als eine einzelne Anfrage. Setzen Sie ein Ausgabenlimit, wo der Anbieter das erlaubt, beobachten Sie in den ersten Wochen die Kosten pro erledigtem Fall und rechnen Sie Ihre Zeit für die Pflege mit ein.

In sechs Schritten zum ersten Agenten

  1. Aufgabe wählen: eine, die jede Woche oft vorkommt, einem Muster folgt und deren Ergebnis sich leicht prüfen lässt. Fragen Sie zuerst, ob eine feste Automatisierung reicht. Unser Praxischeck hilft bei der Auswahl.
  2. Rechte festlegen: Schreiben Sie auf, was der Agent lesen, was er vorbereiten und was er nie tun darf. Geben Sie ihm ein eigenes Konto mit genau diesen Rechten, nicht das Konto einer Mitarbeiterin.
  3. Plattform nach den Daten wählen: Welche Daten gehen hinein, wo werden sie bearbeitet, gibt es einen Vertrag? Für Kundendaten gelten dieselben Regeln wie bei ChatGPT und Copilot.
  4. Testen: mit einigen Dutzend echten, aber unkritischen Fällen in einer Testumgebung. Prüfen Sie auch, was passiert, wenn eine Mail versteckte Anweisungen enthält.
  5. Mit Freigabe starten: In den ersten Wochen bestätigt ein Mensch jeden Schritt, der nach aussen wirkt. Messen Sie die gesparte Zeit, die nötigen Korrekturen und die Kosten pro Fall.
  6. Festhalten: Nehmen Sie den Agenten mit Zweck, Rechten und verantwortlicher Person in Ihre KI-Richtlinie auf und passen Sie die Datenschutzerklärung an. Eine Vorlage bietet der KI-Aktionsplan.

Wenn Sie dabei Begleitung möchten, finden Sie unter KI für KMU, wie wir mit Betrieben einen ersten Test aufziehen.

Häufige Fragen

Was sind KI-Agenten und was können sie?

KI-Agenten sind Programme, die ein Sprachmodell mit Werkzeugen wie Postfach, Kalender oder Auftragssystem verbinden. Sie bekommen ein Ziel, planen die Schritte selbst und führen sie aus. Ein Chatbot beantwortet dagegen nur Fragen, und eine klassische Automatisierung folgt festen Regeln.

Welche Beispiele für KI-Agenten gibt es in Unternehmen?

Im KMU eignen sich vor allem Agenten, die vorbereiten: E-Mails im Sammelpostfach sortieren und Antworten entwerfen, Lieferantenrechnungen erfassen, Offerten aus früheren Offerten zusammenstellen, Termine buchen oder interne Fragen aus Handbüchern beantworten. Ein Mensch prüft und gibt frei.

Wie erstelle ich einen eigenen KI-Agenten?

Wählen Sie eine häufige, klar umrissene Aufgabe, legen Sie fest, was der Agent darf und was nie, und bauen Sie ihn auf einer Low-Code-Plattform. Testen Sie mit echten, unkritischen Fällen und lassen Sie anfangs jeden Schritt nach aussen von einem Menschen freigeben.

Welche Plattformen eignen sich, um eigene KI-Agenten zu erstellen?

Ohne grosse Programmierkenntnisse geht es etwa mit Microsoft Copilot Studio, mit n8n oder mit den Workspace Agents in den Firmenversionen von ChatGPT. Wer programmiert, nutzt Frameworks wie LangGraph, das OpenAI Agents SDK oder das Microsoft Agent Framework. Entscheidend ist, wo die Daten bearbeitet werden und ob es einen Vertrag gibt.

Gibt es Anbieter für KI-Agenten mit Niederlassung in der Schweiz?

Wichtiger als die Niederlassung ist, wo die Daten liegen. Bei Copilot Studio lässt sich die Schweiz als Speicherort wählen, mit Ausnahmen. n8n lässt sich auf einem eigenen Server in der Schweiz betreiben und mit einem Sprachmodell eines Schweizer Anbieters verbinden. Auch IT-Dienstleister richten Agenten ein.

Was kostet ein KI-Agent?

Zu den Kosten der Plattform kommt der Verbrauch, je nach Anbieter pro Ausführung, in Credits oder nach verarbeitetem Text. Agenten brauchen mehrere Modellaufrufe pro Aufgabe und kosten mehr als eine einzelne Anfrage. Rechnen Sie auch Ihre Zeit für Einrichtung, Tests und Pflege mit ein.

Muss ich Kunden sagen, dass sie mit einem KI-Agenten kommunizieren?

Ja, das ist der sichere Weg. Der EDÖB hält fest, dass Nutzer ein Recht haben zu erfahren, ob sie mit einer Maschine sprechen. Sind Personen in der EU betroffen, verlangt der EU AI Act seit dem 2. August 2026 einen Hinweis spätestens bei der ersten Interaktion, sofern es nicht offensichtlich ist.

Quellen

Diese Seite gibt einen Überblick und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Gesetze und Fristen ändern sich; verbindlich sind die verlinkten amtlichen Texte.

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