Wo es Geld und Hilfe gibt
Der Innosuisse-Innovationsscheck bezahlt eine Vorstudie mit einem Schweizer Forschungspartner bis CHF 15'000 vollständig. Mehrere Kantone haben eigene KI-Programme und Testumgebungen, und regionale Netzwerke bringen KMU mit Fachleuten und anderen Anwendern zusammen.
Innosuisse-Innovationsscheck
Der Innovationsscheck ist das Förderinstrument des Bundes mit den geringsten Hürden für ein erstes Projekt mit einer Hochschule oder Forschungseinrichtung. Innosuisse übernimmt die Kosten bis CHF 15'000 vollständig. Das Geld geht direkt an den Schweizer Forschungspartner, nicht an Ihr Unternehmen.
Beantragen können Unternehmen mit Sitz in der Schweiz und weniger als 250 Vollzeitstellen, einmal alle zwei Jahre. Finanziert wird eine Vorstudie von höchstens sechs Monaten, etwa zur Machbarkeit eines KI-Anwendungsfalls. Gesuche sind jederzeit möglich, der Entscheid fällt in der Regel nach 4 bis 6 Wochen.
Tipp: Eine gute Vorstudie beantwortet eine klare Frage. Ein Maschinenbauer im Aargau könnte zum Beispiel fragen: «Lassen sich unsere Serviceberichte mit KI so auswerten, dass wiederkehrende Störungen früh erkannt werden?» Daraus kann später ein grösseres Innosuisse-Innovationsprojekt entstehen.
Kantonale und regionale Angebote
Im Kanton Zürich können Sie KI-Projekte in der Innovation-Sandbox für KI zusammen mit der Verwaltung rechtlich und technisch erproben. Der Kanton hat zudem ein Massnahmenpaket für KI-Start-ups, KMU-Netzwerke und den öffentlichen Dialog beschlossen. In der Ostschweiz vernetzt die Plattform KIxKMU der Innovationsstelle INOS KMU zu KI-Themen.
In den übrigen Kantonen ist die kantonale Wirtschaftsförderung die erste Anlaufstelle. Fragen Sie dort nach Innovationsberatung und Kontakten zu Hochschulen.
Forschung und offene Modelle
Die Swiss AI Initiative von ETH und EPFL und das daraus entstandene Swiss National AI Institute bündeln die Schweizer KI-Forschung. Ein sichtbares Ergebnis ist das offene Sprachmodell Apertus, das Unternehmen frei nutzen und selbst betreiben können (siehe Sensible Daten & KI). Fachhochschulen bieten praxisnahe Projekte, Weiterbildungen und Studierendenarbeiten an. Für einen ersten Prototyp ist das oft der günstigste Weg.
Information des Bundes
Das KMU-Portal des Bundes führt in die Chancen der künstlichen Intelligenz für KMU ein. Zur Regulierung siehe KI-Regeln in der Schweiz.
So kommen Sie zu Unterstützung
- Wählen Sie einen bestimmten Anwendungsfall. Unser Praxischeck hilft dabei.
- Formulieren Sie die Frage, die eine Vorstudie beantworten soll.
- Suchen Sie einen Forschungspartner (Fachhochschule, Universität) und stellen Sie das Gesuch gemeinsam.
- Teilen Sie die Ergebnisse. Ein gelungenes Projekt können Sie als Anwendungsfall auf Swiss Intelligence einreichen.
Quellen
Diese Seite gibt einen Überblick und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Gesetze und Fristen ändern sich; verbindlich sind die verlinkten amtlichen Texte.