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DIE KI-WOCHE · KW 42 2026

Die KI-Woche 42/2026: Vom Pilotprojekt in den Betrieb

Schweizer Firmen wollen KI aus dem Versuch in den Alltag holen. Am meisten fehlen dafür Fachleute, danach hapert es bei Datenschutz und Compliance. Gleichzeitig übernehmen KI-Agenten erste Routinearbeit.

Von Guido Marsch · 21.10.2026

Was nach dem Pilot fehlt

Vielen Schweizer Unternehmen fehlen nach dem Pilotprojekt vor allem Fachleute. In einer Studie nennen fast 60 Prozent den Fachkräftemangel als grösstes Hindernis, wenn sie KI breiter einsetzen wollen, berichtet die Netzwoche. Datenschutz und regulatorische Compliance folgen mit 47 Prozent. Für KMU heisst das: Bevor weiteres Geld in Werkzeuge fliesst, sollte feststehen, wer die KI-Anwendungen im Betrieb betreut und wer für den Datenschutz geradesteht.

Auch die Aufsicht schaut genauer hin. Viele Unternehmen haben inzwischen KI-Richtlinien, können aber nicht belegen, dass sie eingehalten werden, schreibt Petar Tsankov, Chef des Governance-Anbieters LatticeFlow AI, in einem Beitrag für die Netzwoche. Als Beispiel nennt er die Aufsichtsmitteilung 08/2024 der Finma, in der die Behörde beschreibt, was sie von Banken, Versicherungen und anderen Instituten beim Einsatz von KI erwartet. Wir rechnen damit, dass die Institute dieselben Fragen bald an ihre Zulieferer weitergeben. Wer schon heute festhält, welche KI-Anwendungen im Einsatz sind und wie das Unternehmen sie prüft, hat die Belege dann zur Hand.

Agenten im Arbeitsalltag

Bei der Adecco-Gruppe übernehmen KI-Agenten schon Routinearbeit im Recruiting. Mit Salesforce Agentforce Coworker sparen die Recruiter 25 bis 35 Prozent ihrer Zeit, berichtet die Netzwoche. Der CEO knüpft das an eine Bedingung: Ein Unternehmen müsse zuerst seine Prozesse in Ordnung bringen. Nach unserer Einschätzung lohnt es sich, einen Ablauf zu klären, bevor man ihn automatisiert.

Sunrise setzt für ein neues Betriebsmodell auf KI und Automatisierung. Dabei könnten bis zu 450 Vollzeitstellen wegfallen, wie die Netzwoche in einer aktualisierten Meldung berichtet. Zusammen mit der Studie zeigt das zwei Seiten derselben Entwicklung: Fachleute fehlen, und Routinearbeit kann wegfallen. KMU sollten mit ihren Leuten früh besprechen, welche Aufgaben sich verändern.

Der Basler Hoster Cyon hat einen MCP-Server lanciert, über den KI-Agenten Webinhalte selbst veröffentlichen können. Der Dienst läuft als öffentliche Beta, meldet die Netzwoche. KMU mit einer Website bei Cyon können das damit selbst ausprobieren. Unsere Empfehlung: solchen Zugängen nur eng begrenzte Rechte geben und festlegen, wer die Beiträge vor der Veröffentlichung liest.

Risiken im Betrieb

Check Point hat zwei Sicherheitslücken im Open-Source-LLM-Gateway LiteLLM gefunden, berichtet die Netzwoche. Angreifer können darüber Serverdateien auslesen oder API-Schlüssel von KI-Anbietern abgreifen. Wer LiteLLM selbst betreibt oder von einem Dienstleister betreiben lässt, sollte umgehend klären, ob die Lücken geschlossen sind, und hinterlegte Schlüssel vorsorglich erneuern.

Aus China kommt ein Vorschlag, der auch Schweizer Firmen betreffen kann. Laut der South China Morning Post sieht er Exportbeschränkungen für 23 KI-Technologien vor, darunter Modelle und Chipdesigns. Analysten rechnen mit kurzfristigen Kosten für chinesische Firmen auf internationalen Märkten. Wer hierzulande offene Modelle aus China selbst betreibt, sollte deren künftige Verfügbarkeit nicht als gesichert betrachten und eine Alternative bereithalten.

Alle Meldungen der Woche

107 KI-Meldungen aus der Schweiz, den Nachbarländern und China vom 12.10. bis 18.10.2026, mit Quelle und Kurzfassung. Die Kurzfassungen erstellt ein Sprachmodell aus dem Originalartikel; massgeblich ist jeweils der verlinkte Beitrag.

Zeix macht KI alltagstauglich

KURZ ERKLÄRTZeix entwickelt für Alpine AI und swisstopo Interfaces und Prototypen für KI-Anwendungen. Das Unternehmen setzt dabei auf UX-Design und barrierefreien Code.

NetzwocheBei Netzwoche lesen

Am 14. Oktober erscheint die neue Netzwoche

KURZ ERKLÄRTDie Netzwoche veröffentlicht am 14. Oktober eine Ausgabe zum Thema Responsible AI. Experten von Swisscom, Lattice Flow AI und der Post diskutieren die praktische Umsetzung.

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Zeix macht KI alltagstauglich

KURZ ERKLÄRTZeix entwickelt für Alpine AI und swisstopo Benutzeroberflächen für KI-Anwendungen. Das Unternehmen analysiert dabei Arbeitsabläufe und setzt auf UX-Design für die Integration.

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Schatten-KI erzeugt erhebliche Risiken

KURZ ERKLÄRTEine Umfrage unter 1600 Führungskräften zeigt, dass 79 Prozent unbefugte KI-Anwendungen in ihren Firmen nutzen. 87 Prozent der Befragten sehen darin Risiken für sensible Kundendaten und Firmengeheimnisse.

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Autonome Entscheider: Wenn KI-Agenten handeln

Originaltitel: Neue Folge „Einstiegsdebatten“: Autonome Entscheider? Wenn KI-Agenten handeln und wir Verantwortung neu denken müssen

KURZ ERKLÄRTDie Plattform Lernende Systeme diskutiert im Podcast über agentische KI mit Experten von SAP und der Universität Bamberg. Es geht um die selbstständige Nutzung digitaler Werkzeuge und die notwendige Datenbasis in Unternehmen.

Plattform Lernende SystemeBei Plattform Lernende Systeme lesen

China plant Exportverbote für KI-Technologien

Originaltitel: China’s proposed AI tech export bans may create short-term costs, long-term gains: analysts

KURZ ERKLÄRTChina plant Exportbeschränkungen für 23 KI-Technologien wie Modelle und Chipdesigns. Analysten erwarten dadurch kurzfristige Anpassungskosten für chinesische Firmen auf internationalen Märkten.

South China Morning PostBei South China Morning Post lesen

Alibaba integriert KI in Taobao und Tmall

Originaltitel: Alibaba to embed AI throughout Taobao, Tmall merchant operations in 2027: executive

KURZ ERKLÄRTAlibaba führt bis 2027 KI-Tools wie Qwen Work in die Händlerprozesse von Taobao und Tmall ein. Die Tools unterstützen Produktlaunches, Werbung und den Kundendienst.

South China Morning PostBei South China Morning Post lesen

ASML plant Hybrid-Bonding-Technologie

Originaltitel: ASML eyes hybrid bonding, report finds, as Chinese firms adopt chip packaging technique

KURZ ERKLÄRTASML hat zwischen Dezember 2022 und November 2024 27 Patentfamilien für Hybrid-Bonding-Werkzeuge eingereicht. Das Unternehmen entwickelt die Architektur gemeinsam mit Prodrive Technologies und VDL ETG.

South China Morning PostBei South China Morning Post lesen

AGI ist unvermeidlich

Originaltitel: Why a Chinese AI Lab’s Product Lead Thinks AGI is “Inevitable”

KURZ ERKLÄRTRichard Bian von Ant Ling hält die allgemeine künstliche Intelligenz für unvermeidlich. Ant veröffentlichte zudem das Open-Source-Modell Ling 3.1 Flash mit 560 Milliarden Parametern.

ChinaTalkBei ChinaTalk lesen

Chinas Fünf-Tonnen-Roboter debütiert auf der CIIF in Shanghai

Originaltitel: China’s five-ton-payload robot debuts at Shanghai’s CIIF, but real-world performance is what counts

KURZ ERKLÄRTShanghai Chaifu Robotics präsentierte auf der CIIF den Industrieroboter CR5000-3700 mit einer Traglast von 5000,36 Kilogramm. Die Praxistauglichkeit in der Produktion muss noch validiert werden.

TechNode RobotikBei TechNode Robotik lesen

Aktien von Samsung, SK Hynix und CXMT unter Druck trotz KI-Nachfrage

Originaltitel: Why Samsung, SK Hynix and CXMT shares are under pressure despite strong AI demand

KURZ ERKLÄRTDie Aktien von Samsung und SK Hynix fielen innerhalb von fünf Handelstagen um 16 Prozent bzw. 22 Prozent. Investoren befürchten ein langsameres Preiswachstum bei Speicherchips, da das Angebot die Nachfrage einholt.

South China Morning PostBei South China Morning Post lesen

GPT-6 könnte nächstes Jahr zu Durchbruch in Robotik führen

Originaltitel: OpenAI’s GPT-6 may lead to robotics breakthrough as soon as next year: Unitree founder

KURZ ERKLÄRTUnitree-Gründer Wang Xingxing erwartet durch GPT-6 einen Durchbruch in der verkörperten Intelligenz innerhalb von zwei Jahren. Ein GPT-7 Modell könnte die Probleme bereits nächstes Jahr lösen.

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Chinesische Fabriken setzen direkt auf agentische KI

Originaltitel: China’s factories leaping straight into agentic AI and taking it global: Black Lake CEO

KURZ ERKLÄRTDie Softwarefirma Black Lake berichtet über den direkten Einsatz von KI-Agenten in chinesischen Fabriken. Peking will KI bis 2030 in 90 Prozent der Wirtschaft integrieren.

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